Häufig gestellte Fragen und Antworten :

Wie wirkt eine Aufstellung?
Jede Aufstellung wirkt auf eine andere Art und Weise.
So unterschiedlich die Menschen und ihre Anliegen sind, so verschieden zeigen
sich die Aufstellungen.
Durch eine Aufstellung wird etwas sichtbar gemacht, was uns bisher blockiert oder beeinflusst hat.
Oftmals ist uns gar nicht bewusst, was diese Blockaden sind oder woher sie stammen.
Manchmal haben wir auch Dinge, Ereignisse oder Probleme anders wahrgenommen als sie tatsächlich sind.
Auf jeden Fall wird durch eine Aufstellung die Sichtweise der Dinge verändert und all das führt zu einer Veränderung des inneren Bildes, dass man von sich selbst, der Situation oder den betroffenen Personen hat. Und dieses innere Bild kann nun wirken.

Manchmal haben wir nach einer Aufstellung den Eindruck, andere Menschen hätten sich verändert, wahrscheinlicher ist aber, dass du die andere Person durch die Aufstellung anders siehst und dadurch auch anders auf sie zugehen kannst.
Das ermöglicht nun der anderen Person ihrerseits auch anders mit dir umgehen zu können und sich anders zu verhalten.

In einigen Fällen geschieht auch nach einer Aufstellung, dass das Problem “einfach” so von alleine verschwindet, in anderen Fällen verändert sich erst gar nichts, dann tritt nach einiger Zeit die Veränderung ein.

Was ist ein Anliegen?

Das Anliegen ist das Thema der Aufstellung.

Am besten lässt es sich umschreiben mit:
Was möchte ich durch die Aufstellung verändern/erreichen/lösen?
Wo liegt das Problem?
Was ist das dringlichste Ziel?

usw.

Dieses Anliegen wird im Vorfeld der Aufstellung kundgetan und immer so kurz wie möglich gehalten.Gerne können wir uns auch vorher telefonisch absprechen.
Ein Anliegen sollte immer etwas für dich persönliches sein.
Du solltest nicht für jemanden anderes aufstellen. 

Was zeigt sich in einer Aufstellung?
In einer Aufstellung zeigt sich das wahre Bild der Probleme / Blockaden / Ereignisse, welches sich oft auf Seelenebene im Unbewußten abspielt.
Je nach Anliegen werden durch die Stellvertreter Personen, Verstorbenen, Eigenschaften oder auch Gefühle oder Krankheitssymptome dargestellt.
So wie diese Stellvertreter alle miteinander kommunizieren und interagieren, lassen sich die Ursachen erkennen.

Mit rituellen Ablösemethoden und Lösungssätzen kann nun die Ursache behoben werden, es stellt sich eine neue innere Ordnung her und das Lösungsbild kann wirken. 

 

Wieso können Stellvertreter sich so fühlen bzw. Zugang zu Informationen von anderen Personen bekommen, die man überhaupt nicht kennt?

Häufig wird in diesem Zusammenhang von dem so genannten “Wissenden Feld”
(in der Natur auch “Morphogenetisches Feld”) gesprochen.
Auf eine gewisse, wissenschaftlich noch nicht genau belegte, Art und Weise wird hier Wissen auf einer “nicht materiellen”, seelischen Ebene weitergegeben wie z.B. sonst nur durch das Erbgut.
In der Natur beispielsweise gibt es das Phänomen, dass Pflanzen oder Tiere in ihrer Entwicklung Eigenschaften ausprägen, für die in ihrem Erbgut keinerlei Informationen angelegt sind.
“Man weiß es eben...”

Dieses Wissen “stülpt” sich sozusagen wie eine Glocke über eine Aufstellung und man erhält dadurch Zugang zu den Gefühlen oder Informationen der betreffenden Personen, die jetzt gerade für die Aufstellung wichtig sind.

Aber generell gibt es keine genaue rationale Erklärung mit der unser Verstand etwas anfangen kann.
Am besten man nimmt einfach einmal teil, z.B. als Stellvertreter, und erlebt es selbst.

Klingt irgendwie nach Hokuspokus oder Theaterspielen...

Wenn man es noch nie miterlebt hat, ist es, wie ich zugebe, sehr schwer zu verstehen oder
zu glauben, dass das alles tatsächlich passieren und sogar wirken kann.
Natürlich liegt bei vielen die Vermutung nahe, dass die Stellvertreter Theater spielen oder manipuliert werden würden, da viele denken, die Stellvertreter spüren nur aus der eigenen Erfahrung heraus und interpretieren das hinein.
Da ich selbst am Anfang skeptisch war und erst, nachdem die Stellvertreter meiner Eltern sich fast wortgetreu gestritten hatten, daran glauben konnte, wurde mir klar, dass hinter dieser Methode mehr steckt als nur ein "Spiel".
Sie ist ein wunderbares Hilfsmittel, Menschen zu sich selbst, zur Wahrheit, Unabhängigkeit und wahrer innerer Freiheit zu führen.

Jeder kann Stellvertreter sein.
Man braucht dazu keine besondere Begabung, es reicht, wenn du offen bist für das, was geschieht. 

Sind Aufstellungen gefährlich?

Solange du gesund bist und dich nicht in psychologischer Behandlung oder ärztlicher Aufsicht befindest, ist die Teilnahme oder eine eigene Aufstellung unbedenklich.
Wenn ich während einer Aufstellung merken sollte, dass eine Rolle für eine(n) StellvertreterIn zu viel wird, nehme ich sie/ihn sofort aus der Aufstellung heraus.

Solltest du Bedenken haben an einer Aufstellung teilzunehmen oder selbst aufzustellen,
spreche es vorher mit deinem behandelnden Arzt/Heilpraktiker oder Therapeuten ab.

Du kannst auch als Gast an einer Aufstellung teilnehmen, der Effekt wird aber nicht der Gleiche, wie als Stellvertreter sein, da das eigene Erleben fehlt.
Diese Option steht dir aber jederzeit offen. 

Gibt es nach Aufstellungen mehr Probleme als vorher?

Nein, denn wer etwas für sich macht, der handelt.
Damit gehst du schrittweise in Richtung Veränderung.
Du stellst dich der Sache.
Und durch die Aufstellung kommst du an die Ursachen bzw. den Ursprung der Ereignisse heran. Damit bist du einen großen Schritt weiter!!

In einer Aufstellung zeigen sich auch meistens die Schritte, welche für eine positive Lösung nötig sind. Diese können dann nach und nach umgesetzt werden.

In manchen Fällen scheint es sehr hartnäckig zuzugehen, aber auch damit wird schon eine positive Wirkung erzielt, denn man weiß, wo man nach und nach ansetzen kann. 

Ist es nötig, dass die ganze Familie oder Firma mitkommt?

Entgegen den beiden Bezeichnungen Familien/Organisationsaufstellung reicht es völlig aus, wenn die Person kommt, welche das Anliegen hat bzw. am Stärksten unter der Situation leidet.

Du kannst natürlich sehr gerne Vertrauenspersonen oder Freunde/Freundinnen,
denen du vertraust, mitbringen.

Auch macht es oft Sinn, wenn es um Partnerschaftsfragen geht, den/die eigene/n Partner/in mitzubringen.
Natürlich nur, wenn es der Partner möchte oder die Situation es erlaubt.
Wenn das eigene Anliegen nichts mit der Partnerschaft zu tun hat, dann gilt das Gleiche, wie bei Freunden/Freundinnen. 

Diskretion

Jeder Teilnehmer ist im Endeffekt froh und dankbar, wenn nach der Aufstellung nichts nach draußen dringt.
Daher wird jeder selbst darauf bedacht sein, von einer Aufstellung nur soviel zu erzählen, dass die Anonymität gewahrt bleibt.

Diese Erfahrung mache ich immer wieder und auch die Teilnehmer.
Selbst wenn “zufällig” der eigene Nachbar/in mit im Seminar ist, die Verbundenheit und Verschwiegenheit wirken weiter.

Solltest du aus solchen Gründen eine Aufstellung nicht machen wollen, ist eine Terminverschiebung oder Änderung in eine Einzelaufstellung kein Problem.